Geschichte
Mit der Anschaffung einer McDonell Douglas DC-9 im Jahre 1969 begann Adria Airways zusätzlich zu den Passagiertransporten auch Frachtcharter anzubieten.
Es wurden zwei »quick change« Versionen der DC-9 mit seitlichen Frachttüren gekauft, die das Be- und Entladen von Palletten und Containern erleichterten.
Nach der Einführung des Liniendienstes nach London (1987) schuf Adria Airways eine eigene Frachtabteilung. Diese bestand anfangs aus 3 Mitarbeitern. Mit der Aufnahme neuer Strecken und der Übernahme operationeller Aufgaben wuchs die Anzahl der Mitarbeiter auf den heutigen Stand von 15. Schnell hatte Adria den Löwenanteil des Frachtgeschäfts am Flughafen Ljubljana übernommen. Mit der immer größer werdenden Zahl an Spediteuren wuchs die Notwendigkeit, spezielle Kurse für externe Nutzer unserer Dienste zu organisieren (IATA basic cargo course, Handling gefährlicher Güter, etc.). Die Organisation und Durchführung der Kurse findet unter der Patronage der International Air Transportation Association (IATA) statt.
Als während der slowenischen Unabhängigkeitsbestrebungen der jugoslawische Luftraum für Adria Airways gesperrt war(1991), wurde der Flugbetrieb vom Flughafen Klagenfurt aus geführt und die Fracht mit Lastwagen und unter großer Mithilfe der slowenischen und österreichischen Zollbehörden von und nach Brnik gebracht. In der Zeit als sich Restjugoslawien auflöste organisierten wir unter Verwendung eines An-26 Transportflugzeuges über 2 Jahre eine Luftbrücke zwischen Ljubljana und Skopje. Ebenso führten wir einen regelmäßigen Lastwagentransport nach Sarajevo ein, als der Flughafen aufgrund der erlittenen Kriegsschäden unbenützbar war. Nach der Öffnung des Flughafens Pristina war Adria Airways die erste Fluglinie, die Frachttransporte in den Kosovo organisierte.
Mit dem Ersetzen der DC-9 durch die CRJs begann das beförderte Frachtvolumen aufgrund der geringeren Ladekapazitäten auf Linienflügen zu sinken. Ein weiterer signifikanter Grund für das verringerte Frachtaufkommen war Sloweniens Beitritt zur EU, da die damit einhergehenden Grenzöffnungen die Straßen- und Schienentransporte ansteigen ließen.
Aufgrund des Mangels an Ladekapazität haben wir begonnen, insbesondere für großvolumige Sendungen zusätzliche Lieferdienste auf der Straße zu nutzen und wir haben ebenso angefangen unser Augenmerk auf Expressdienste auf den Balkan, unseren Hauptmarkt, zu legen.