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Sicherheitsregeln bei der Beförderung von Fluggästen mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität

Antrag auf Unterstützung

Wenn Sie an Bord oder noch vor dem Einstieg ins Flugzeug Unterstützung benötigen, bitten wir Sie, uns dies rechtzeitig mitzuteilen. Unsere Hauptsorge ist, Ihnen auf unseren Flügen Sicherheit und Komfort zu bieten, wozu wir eventuell die Hilfe Dritter benötigen, was wiederum etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Wir empfehlen Ihnen daher, Ihren Antrag auf Unterstützung zu regeln, sobald Ihnen bekannt ist, dass Sie sie brauchen, jedoch spätestens bis 48 Stunden vor Ihrer Abreise. Dabei können Sie sich unmittelbar an uns oder an Ihre Reiseagentur wenden. Wir bitten Sie, uns alle nötigen Informationen vorzulegen, damit wir Ihnen die Unterstützung gewährleisten können, die Sie brauchen.

Zu diesem Zweck haben wir für Sie das Anmeldeformular für Fluggäste mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität zusammengestellt. Wir bitten Sie, das ausgefüllte und unterzeichnete Formular spätestens 48 Stunden vor der geplanten Abreise an die Verkaufsstelle oder an unsere Adresse zu schicken.

Unsere Adresse

Adria Airways
Zgornji Brnik 130h
4210 Brnik
Slowenien

Definition PRM (behinderte Person oder Person mit eingeschränkter Mobilität)

Behinderte Personen oder Personen mit eingeschränkter Mobilität (im Weiteren PRM) sind alle Personen, deren eigene Mobilität bei der Nutzung von Beförderungsmitteln aufgrund einer körperlichen Behinderung (sensorisch oder motorisch, dauerhaft oder zeitweise), geistigen Behinderung bzw. Beeinträchtigung oder Behinderung sonstiger Art oder aufgrund hohen Alters eingeschränkt ist, und die aufgrund ihrer Situation angemessener Beachtung und einer besonderen Anpassung der Serviceleistungen für alle Fluggäste und besondere Bedürfnisse bedarf.

Sicherheitseinschränkungen bei der Beförderung von behinderten Personen und Personen mit eingeschränkter Mobilität

Aufgrund der Sicherheitsverfahren gilt bei Adria Airways eine maximale Anzahl von behinderten Fluggästen oder Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität, die befördert werden können. Diese Zahl hängt in erster Linie vom Flugzeugtypen und von der Person, die den Fluggast begleitet, ab.

Einschränkungen nach Flugzeugtyp
FlugzeugtypMaximale Anzahl von Fluggästen, die beim Gehen und Betreten des Flugzeugs Unterstützung benötigen WCHR, WCHS* (einschließlich WCHC, DEAF/BLIND)Maximale Anzahl von Fluggästen, die zu Ihrem Sitzplatz in der Flugzeugkabine begleitet werden müssen WCHC, DEAF/BLIND*
* Die verwendeten Abkürzungen sind dem Dokument 30 ECAC entnommen. Bitte lesen Sie in der unteren Tabelle nach, was die einzelnen SSR-Codes für Fluggäste mit Behinderung bedeuten.

Wenn Sie eine Behinderung haben oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, behalten wir uns das Recht vor, Ihre Buchung zurückzuweisen oder Ihnen den Einstieg ins Flugzeug zu verwehren, wenn aufgrund der Flugzeuggröße oder der Flugzeugtüren das Einsteigen oder die Beförderung physisch unmöglich sind.
CRJ 100/200 6 2
CRJ 900 8 2
Airbus A320 12 4

Einschränkungen nach Begleitperson

Im Allgemeinen gilt, dass die Anzahl der PRM nicht die Anzahl der körperlich uneingeschränkten Fluggäste, die im Notfall helfen können, überschreiten darf. Diese Einschränkung bezieht sich auf die Gesamtzahl der PRM.

Blinde und sehbehinderte sowie taube und hörbehinderte Personen, die ohne zusätzliche Hilfe reisen, gelten nicht als PRM.

Wann ist eine Reise mit Betreuung nötig?

Wir möchten Sie höflich darum bitten, nicht zu behaupten, autark zu sein, wenn dies nicht der Fall ist, da eine solche Behauptung sowohl Ihnen als auch uns ernste Schwierigkeiten bereiten kann, da wir Ihre Grundbedürfnisse nicht befriedigen können. Wenn Sie gern allein reisen würden, sich in Bezug darauf aber nicht ganz sicher sind, prüfen Sie, ob Sie die folgenden Bedingungen erfüllen:

  • Sie dürfen nicht von zusätzlichem Sauerstoff abhängig sein;
  • Sie müssen fähig sein, eigenständig zu essen;
  • Sie müssen fähig sein, vom Passagiersitz in den an Bord befindlichen Rollstuhl zu wechseln, sofern ein solcher Rollstuhl verfügbar ist;
  • Sie müssen fähig sein, mit dem Kabinenpersonal zu kommunizieren und seine Empfehlungen und Anweisungen zu verstehen;
  • Sie müssen fähig sein, ohne fremde Hilfe die Toilettenräume zu benutzen;
  • Sie müssen fähig sein, selbstständig Medikamente einzunehmen und entsprechende Verfahren, die aufgrund Ihres Gesundheitszustands vonnöten sind, selbstständig durchzuführen.

Sofern Sie nicht alle angeführten Bedingungen erfüllen, dürfen Sie leider nicht allein reisen.

Welche Fluggäste müssen in jedem Fall von einem Betreuer begleitet werden?

Um alle geltenden Sicherheitsanforderungen zu erfüllen, können wir verlangen, dass eine PRM von einer anderen Person (Betreuer) begleitet wird, die befähigt ist, ihr die nötige Unterstützung zu bieten, die sie benötigt, um die oben angeführten Bedingungen zu erfüllen.

Folgende Fluggäste müssen in jedem Fall von einem Betreuer begleitet werden:

Die Entscheidung darüber, ob für Ihre Reise die Begleitung eines Betreuers vonnöten ist, treffen wir, sobald Sie uns mittels des ausgefüllten Anmeldeformulars für Fluggäste mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität über Ihre Behinderung informiert haben. Über die Entscheidung, dass Sie in Begleitung eines Betreuers reisen müssen, werden Sie von uns (auf Antrag und binnen fünf Arbeitstagen) schriftlich informiert.

Welche Fluggäste können ohne Betreuer reisen?

Ohne Betreuer können folgende Fluggäste reisen (sofern Sie die Bedingungen in Bezug auf die autarke Beförderung erfüllen):

  • MAAS;
  • BLIND (Blinde) oder Sehbehinderte. Diese Fluggäste können mit einem Blindenführhund reisen, der mit ihnen in die Flugzeugkabine darf;
  • DEAF (Taube) oder Hörbehinderte. Diese Fluggäste können mit einem Gehörlosenhund, der mit ihnen in die Flugzeugkabine darf;

Jeder Assistenzhund für Blinde und Sehbehinderte sowie Taube und Hörbehinderte muss für diesen Zweck voll ausgebildet sein und einen Maulkorb tragen. Die Angewiesenheit auf einen Assistenzhund muss vom Fluggast durch eine ärztliche Bescheinigung nachgewiesen werden. Assistenzhunde werden kostenlos in der Flugzeugkabine oder im Frachtraum des Flugzeugs befördert.

Sicherheitsbestimmungen bei der Beförderung von behinderten Personen und Personen mit eingeschränkter Mobilität

Welche Rolle spielt der Betreuer?

  • Der Betreuer ist eine körperlich uneingeschränkte Person im Alter von mindestens 16 Jahren.
  • Nach Möglichkeit nimmt der Betreuer direkt neben dem Fluggast mit eingeschränkter Mobilität Platz und ist ihm bei allem behilflich.
  • Die Rolle des Betreuers bei der Beförderung eines Fluggasts mit eingeschränkter Mobilität ist oftmals von wesentlicher Bedeutung, um der Crew im Notfall bei der Evakuierung der Flugzeugkabine behilflich zu sein. Das Kabinenpersonal wird ihn deshalb besonders ausführlich über die Sicherheitsverfahren aufklären.

Wo dürfen Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität sitzen?

  • Fluggäste mit eingeschränkter Mobilität dürfen nicht in den Reihen sitzen, in denen sich die Notausgänge befinden.
  • Sie sollten in der Nähe der Notausgänge sitzen, und zwar so, dass sie die Crewmitglieder bei der Ausführung ihrer Aufgaben und den Zugang zu den Notausgängen oder der Rettungsausrüstung nicht behindern.
  • In jeder Sitzreihe darf maximal 1 Person mit eingeschränkter Mobilität sitzen.

Wie werden Blinde und Sehbehinderte über Sonderhinweise und -verfahren in Kenntnis gesetzt?

Das Kabinenpersonal wird den blinden und sehbehinderten Fluggästen und ihren Begleitern Sonderhinweise hinsichtlich der Orientierung an Bord des Flugzeugs geben und über entsprechende Verfahren in Ausnahmesituationen informieren.

Gruppenreisen von behinderten Fluggästen und Fluggästen mit eingeschränkter Mobilität

Wir werden unser Möglichstes tun, um die Beförderung von Gruppen von Passagieren mit eingeschränkter Mobilität in dem Umfang und unter den Bedingungen zu ermöglichen, die sich je nach Art der Behinderung der Passagiere unterscheiden können. Je nach Umständen werden wir für jede Gruppe für sich die Anzahl benötigter Betreuer bestimmen.

Bestimmungen für die Beförderung von Rollstühlen

  • Im Allgemeinen gilt, dass wir die Beförderung von batteriebetriebenen Rollstühlen nicht zulassen können, die aufgrund ihrer Abmessungen und/oder ihres Gewichtes nicht per Transportband oder Gabelstapler in aufrechter Position in den Frachtraum des Flugzeugs geladen werden können.
  • Bei der Buchung werden Sie nach dem Gewicht und den Abmessungen Ihres Rollstuhls gefragt.
  • Die Beförderung von Rollstühlen, die mit Nassbatterie betrieben werden, können aufgrund der Auslaufgefahr auf unseren Flügen leider nicht befördert werden.
  • Die Beförderung von trockenbatteriebetriebenen Rollstühlen ist auf unseren Flügen gestattet, wenn folgende Bedingungen erfüllt werden:
    • die Batterie ist ausgeschaltet;
    • die Batteriepole sind isoliert;
    • die Batterie ist sicher am Rollstuhl befestigt.
  • Die Beförderung von Rollstühlen mit Handbetrieb ist gestattet.
  • In unseren Flugzeugen können wir nicht garantieren, dass ein Rollstuhl zum Bewegen in der Flugzeugkabine verfügbar ist.

Die endgültige Entscheidung liegt in den Händen des Flugkapitäns

Die endgültige Entscheidung bezüglich aller Sicherheitsfragen zu Ihrer Beförderung und der Beförderung anderer Fluggäste trifft der befehlshabende Flugkapitän.

Wohin kann ich eventuelle Beschwerden schicken?

Wenn Sie trotz all unseren Bemühungen der Meinung sind, dass wir nicht genug getan haben, um Ihnen einen sicheren und angenehmen Flug zu ermöglichen, und dass Ihre Rechte laut Verordnung (EG) Nr. 1107/2006 verletzt wurden, können Sie uns Ihre Beschwerde an unsere Adresse schicken.

Rechtsgrundlage, der wir folgen

Unsere Adresse

Adria Airways
Zgornji Brnik 130h
4210 Brnik
Slowenien

Bezeichnungen für Fluggäste, die spezielle Betreuung benötigen

KennzeichnungBeschreibung
Quelle: ECAC Policy Statement in the Field of Civil Aviation Facilitation (ECAC.CEAC DOC No. 30, 11th Edition/December 2009)
MEDA Fluggast mit eingeschränkter Mobilität aufgrund von klinischen Fällen mit entwickelter Krankheitsmanifestation, der mit Erlaubnis der Gesundheitsbehörden reist. Ein solcher Fluggast ist für gewöhnlich in Verbindung mit der betrefflichen Krankheit oder dem betrefflichen Unfall sozialversichert.
STCR Fluggast, der nur auf einer Trage befördert werden kann. Ein solcher Fluggast kann eine Sozial- oder Sonderversicherung haben oder nicht haben.
WCHR Passagier, der Stufen überwinden und sich selbstständig in der Flugzeugkabine bewegen kann, aber einen Rollstuhl oder ein anderes Hilfsmittel benötigt, um sich zwischen Flugzeug und Terminal, innerhalb des Terminals sowie zwischen dem Anreisepunkt und dem Abreisepunkt auf der öffentlichen Seite des Terminals zu bewegen.
WCHS Passagier, der keine Treppen steigen kann, sich jedoch in der Flugzeugkabine selbstständig bewegen kann und einen Rollstuhl oder ein anderes Hilfsmittel benötigt, um sich zwischen Flugzeug und Terminal, innerhalb des Terminals sowie zwischen dem Anreisepunkt und dem Abreisepunkt auf der öffentlichen Seite des Terminals zu bewegen.
WCHC Passagier, der völlig unbeweglich ist, permanent auf einen Rollstuhl oder ein anderes Hilfsmittel angewiesen ist und vom Zeitpunkt der Ankunft am Flughafen bis zu dem Zeitpunkt, wenn er im Flugzeug Platz nimmt (gegebenenfalls auf einem speziellen, seinen Bedürfnissen angepassten Sitz), durchweg Unterstützung bedarf, wobei bei der Ankunft dasselbe Verfahren in umgekehrter Reihenfolge abläuft.
BLIND Blinde Fluggäste.
DEAF Taube bzw. taubstumme Fluggäste.
DEAF/BLIND Taubblinde Fluggäste, die sich nur in Begleitung fortbewegen können.
MAAS Alle anderen Fluggäste, die besonderer Unterstützung bedürfen.
DPNA Fluggäste mit geistiger Behinderung oder Entwicklungsstörung, die Unterstützung bedürfen.