Buschenschaenke

Buschenschaenke Osmice

Das Recht der Bauern, Wein auszuschenken und zu verkaufen, stammt noch aus der Zeit von Karl dem Großen; die slowenischen Buschenschänke, genannt „Osmice“, hingegen aus dem Jahr 1784, als ein Dekret erlassen wurde, laut dessen die Bauern acht Tage lang ihren Überschuss an Wein steuerfrei verkaufen durften. Daher auch der Name „Osmica“, der auf Deutsch soviel wie „Achter“ bedeutet. Diese erkennt man bis heute an dem über der Eingangstür platzierten Efeubüscheln, den sogenannten „Fraske“. Früher wurden die Osmice vor allem von den Dorfbewohnern und von Leuten aus der näheren Umgebung aufgesucht, in den letzten Jahren kommen aber auch immer mehr Besucher aus den Städten – besonders am Wochenende.

Die meisten Osmice öffnen zweimal im Jahr für jeweils zehn Tage ihre Tore, und zwar dort, wo der Wein aufbewahrt wird – im Keller oder auf dem Hof. Anfangs wurde in den Osmice ausschließlich Wein verkauft, inzwischen hat sich das Angebot aber auch auf andere hausgemachte alkoholische und alkoholfreie Getränke, kalten Aufschnitt und hausgemachtes Brot, hartgekochte Eier, Karstschinken, Würste, Prata und Nackenspeck, Sauerkraut und saure Rüben, Štruklji sowie verschiedene andere regionaltypische Eintöpfe und Süßspeisen ausgeweitet. Besuchen Sie Sloweniens ländliche Gegenden, machen Sie in einer Osmica Halt und probieren Sie hausgemachte Speisen und Getränke.

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